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Heute fand die letzte Bezirksliga-Begegnung des Jahres 2014 statt. Leicht ersatzgeschwächt (Jochen fehlte an Brett 1) fuhren wir nach Bernkastel um gegen die erste Mannschaft der SG-Bernkastel/Traben-Trabach anzutreten.

Nach leicht verspätetem Beginn machte Hans-Jürgen von Bohl an Brett 7 mit einem Remis gegen 12.25 Uhr den Ergebnisauftakt. Die Partie war sehr geschlossen und Hans-Jürgen verlor infolge einer Springergabel eine Qualität. Da die Stellung aber dermaßen geschlossen war (je eine Bauernkette mit 8 Bauern in der Schlussstellung) bot der junge gegnerische Spieler – trotz Mehrqualität – Remis an, welches Hans-Jürgen von Bohl direkt annahm.

Der Berichterstatter erreichte eine oftmals auf dem Brett gesehene Eröffnungsstellung. Der Gegner verzichtete zunächst auf die Rochade und es konnte eine aussichtsreiche Mittelspiel-Stellung erreicht werden (lt. Engine zwischenzeitlich + 2,5 Bauerneinheiten). Nach einer taktisch ungünstigen Abwicklung mit Tausch mehrerer Leichtfiguren und Türme entstand ein ungünstiges Endspiel, in welchem ein Bauer verloren wurde. Allerdings war dies mit einem Tausch der Damen und letzten Türmen verbunden. Auf dem Brett verblieben lediglich 2 ungleichfarbige Läufer und an beiden Flügeln Bauern, sodass die Partie nach wenigen weiteren Zügen um 12.30 Uhr auch remis endete.

Tobias Steffes geriet an Brett 8 gegen seinen erfahrenen Gegner bereits in der Eröffnung mit Schwarz unter Druck und konnte wegen einer Fesselung auf der e-Linie (mit dauerhaft hängender Figur auf e7) nicht rochieren und geriet in Entwicklungsnachteil. Der Gegner erhöhte den Druck stetig. In aufkommender Zeitnot von Tobias fiel die Stellung dann schnell zusammen, sodass um 13.25 Uhr die einzige Niederlage auf Jünkerather Seite zu vermelden war.

Den Ausgleich lieferte Martin Stadtfeld an Brett 3 kurz danach. Bereits aus der Eröffnung heraus erreichte er Raumvorteil und eine druckvolle Stellung. Der Gegner verteidigte sich umsichtig, verbrauchte aber sehr viel Zeit. In einer komplizierten, aber für Martin etwas besseren Mittelspielstellung überschritt der Gegner die Zeit (was von Martin allerdings erst relativ spät – kurz vor dem 40. Zug bemerkt/reklamiert wurde).

Holger Kumm hatte an Brett 2 eine interessante Sizilianisch-Partie, in welcher der junge gegnerische Spieler auf eine Rochade verzichtete. Zunächst wurden alle Springer getauscht. Nach mehreren positionellen Manövern kam es auf der offenen E-Linie zum Abtausch aller Türme und kurz danach noch der Tausch der 4 Läufer und der beiden Damen. Im Bauernendspiel hatte Holger einen Freibauern im Zentrum, der gegnerische Spieler allerdings eine weit vorgerückte Bauernmajorität 3 gegen 2 am Damenflügel. Beide Könige waren somit mehr oder weniger mit den jeweiligen gegnerischen Freibauern beschäftigt, sodass Holger das Remisangebot seines Gegners um 13.40 Uhr annahm.

Lothar Schun hat eine bis dato gute Saisonleistung gezeigt. An Brett 5 erreichte musste er zunächst einen gegnerischen Angriff seines Gegners (Dame und Springer wollten mattsetzen) abwehren (der Damenzug nach f1, um g2 zu decken sah schon komisch aus). Nach Abwehr des Angriffs kamen Lothars Springer im Zentrum so richtig zur Geltung und er gewann im späten Mittelspiel eine Qualität durch eine Springergabel. Die gegnerische geschwächte Königsstellung wurde durch die Türme auf der d und e-Linie ausgenutzt, verbunden mit dem Gespann Läufer b2 und Dame auf der gleichen Diagonale, sodass die Partie gegen 13.45 Uhr gewonnen wurde und Lothar's Serie weiter anhält.

Matchwinner war an Brett 6 Bastian Bischof. In einer Französischpartie mit jeweils noch 7 Bauern auf dem Brett entstand nach Damentausch und Abtausch aller Leichtfiguren ein Doppelturmendspiel mit leicht besserer Bauernstruktur bei Bastian. Bastian bot remis an. Der Gegner wollte – beim Mannschaftsstand 1 zu 1 „noch ein paar Züge“ weiterspielen. Bastian verteidigte sich zunächst geschickt. Als der Gegner nach Tausch eines Turmpaares seinen König aktiv im Zentrum positioniert hatte, nutzte Bastian die Gelegenheit, am Damenflügel mit den Bauern und erzwungenem Turmtausch durchzubrechen. Das anschließende Bauernwettrennen gewann Bastian und nachdem der gegnerische Spieler sich eine Dame nahm, wurde er von Bastians neuer Dame mattgesetzt, sodass gegen 13.45 Uhr die erforderlichen 4,5 Punkte für den Mannschaftssieg bereits sicher eingefahren waren.

An Brett 4 spielte Benjamin Kuderna eine Caro-Kann-Partie, welche nach wenigen Zügen aber eher wie eine Französisch-Partie aussah, allerdings mit dem Vorteil, dass der Schwarze Läufer von c8 gut nach f5 entwickelt wurde. Nach Tausch mehrerer Leichtfiguren waren jeweils noch Dame, Turm und (ungleichfarbige) Läufer auf dem Brett vorhanden (bei jeweils einem Bauern auf der A-Reihe sowie einer Bauernkette im Zentrum und Königsflügelbauern. Nach mehreren Manövern des jungen gegnerischen Spielers (z.B. Versuch eines Angriffs auf den Punkt g7) sowie Tausch der A-Bauern wurde hier gegen 13.50 Uhr in völlig ausgeglichener Stellung remis vereinbart zum Endstand von 5 zu 3 für Jünkerath I.

In der Tabelle haben wir uns auf dem 4. Tabellenplatz gefestigt, aber mit den Begegnungen gegen die in der Tabelle derzeit vor uns liegenden Mannschaften Gusenburg I und Konz-Zewen II im neuen Jahr noch ein relativ schweres Restprogramm vor uns.

42SG Bernkastel/Tra.-Tra.16025SC Jünkerath162235 3.67
1 3 Hoffmann,Siegfried 1655 2 Densing,Gerd 1789 ½ ½   0.32
2 2 Bollig,Julian 1588 3 Kumm,Holger 1776 ½ ½   0.25
3 4 Müllen,Erhard 1510 4 Stadtfeld,Martin 1749 0 1   0.20
4 5 Yankelevich,Michael 1662 5 Kuderna,Benjamin 1631 ½ ½   0.54
5 6 Schäfer,Peter 1617 6 Schun,Lothar 1661 0 1   0.44
6 7 Laux,Alexander 1728 7 Bischof,Bastian 1454 0 1   0.83
7 10 Grumbach,Peter 1480 9 von Bohl,Hans-Jürgen 1769 ½ ½   0.16
8 8 Ehlen,Ralf 1576 8 Steffes,Tobias 1149 1 0   0.93
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